Corinna kenne ich nun schon viele Jahre und ich bin immer noch begeistert davon, mit welcher Leichtigkeit sie das Thema Food-Fotografie angeht und erklären kann.

Kein Wunder, dass ihre Bücher schon Bestseller geworden sind. Ich habe zu diesem Thema schon viele Bücher gelesen und muss sagen, dass Corinna einfach die besten Bücher geschrieben hat. Klar, dass ich Corinna bei 3 Fragen und 3 Antworten unbedingt dabei haben wollte.

Foto: Corinna Gissemann

Welche Entscheidung, erlernte Fähigkeit oder Ausrüstung hatte bisher den größten Einfluss auf deine Food-Fotografie?

Da muss ich ganz an den Anfang meiner Food-Fotografie Leidenschaft zurückgehen. Als ich begann mich für die Food-Fotografie zu interessieren, mich in die Technik einzufuchsen und meine ersten Schritte in Richtung fertiges Bild zu gehen, war für mich immer klar: „du musst warten bis es dunkel ist, denn dann kannst du wunderbar mit deinen Tageslichtlampen arbeiten“. Bis ich irgendwann feststellte, dass ich auch mit Tageslicht von meinem Fenster wunderbare Bilder machen kann. Ja, wirklich, Tageslicht war mein Gamechanger. Auch, wenn das jetzt verrückt klingt.

Welche Food-Styling Technik war bisher die praktischste, die du gelernt hast?

Style nur das,  was die Kamera auch sieht, denn so sparst du Zeit. Gerade beim Fotografieren auf Augenhöhe, also frontal zum Food-Model, ist diese Regel Gold wert. Was habe ich schon Zeit damit verbracht darauf zu achten, dass wirklich alles perfekt ist. Bis mir eines Tages auffiel: Das hätte ich mir auch sparen können, denn wie es hinten am Food-Model aussieht, sieht ja wirklich niemand. So ist es, z.B. bei Burger-Shootings oder anderen Leckereien auf Augenhöhe, wirklich manchmal vorne hui und hinten pfui. Aber das Verspeisen macht dann trotzdem Spaß, egal wie es aussieht.   

Welche App, welcher Service oder welche Fähigkeit hatte den bisher größten Einfluss auf dein Business?

Natürlich Lightroom. Aber mal abgesehen von der tollen Bildbearbeitung, die dieses Programm ermöglicht, liebe ich die Möglichkeit des „Tethered Shooting“. Direkt auf dem PC oder Laptop sehen wie das Bild aussieht, hat mich nochmal Lichtjahre weitergebracht. Denn, wenn ich eines gelernt habe: Das Auge sieht das fertige Setting und wir sehen ein Bild, machen wir ein Bild sieht dieses in der Kamera wieder anders aus, betrachten wir es aber dann am PC wirkt es wieder anders. Und wie es am PC aussieht, dass sehen dann auch andere. Also, wenn man wissen will, wie die Komposition und das Styling wirken, dann am besten mit dem „Tethered Shooting“ arbeiten.

Lust auf Corinnas Tipps bekommen? Ihre Facebook-Gruppe zum Thema Food-Fotografie kann ich euch nur ans Herz legen.

 Ich empfehle Euch folgende Bücher: Food-Fotografie und Moody Food-Fotografie von Corinna Gissemann.

(Einige Links führen zu Amazon. Wenn du darüber einkaufst, zahlt Amazon mir eine kleine Provision. Du bezahlst in diesem Fall aber selbstverständlich nicht mehr.)

Und hier seht ihr die Antworten von den anderen Profis.

0 Kommentare

Hinterlasse ein Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.