Vera Wohlleben ist Bloggerin, Fotografin und Stylistin für Food & Stills. So steht es auf ihrer Webseite nicest things.

Für mich ist Vera ein Multitalent, denn sie macht nicht nur wunderschöne Fotos, sondern schreibt dazu Texte, die einfach lesenswert sind. Sie macht mir „Gute Laune“ (ich finde, das dies eines der schönsten Komplimente ist, die man einem Menschen machen kann), ich möchte sofort in ihre wunderschöne Loftwohnung einziehen und mit ihr befreundet sein (dies haben bisher nur Becky Bloomwood und Adele in mir ausgelöst).

Ich freue mich daher sehr, dass Vera bei „3 Fragen-3 Antworten“ mit dabei ist, denn ich war schon sehr gespannt auf ihre Tipps.

Für mich ist Vera ein Multitalent, denn sie macht nicht nur wunderschöne Fotos, sondern schreibt dazu Texte, die einfach lesenswert sind. Sie macht mir „Gute Laune“ (ich finde, das dies eines der schönsten Komplimente ist, die man einem Menschen machen kann), ich möchte sofort in ihre wunderschöne Loftwohnung einziehen und mit ihr befreundet sein (dies haben bisher nur Becky Bloomwood und Adele in mir ausgelöst). Ich freue mich daher sehr, dass Vera bei „3 Fragen-3 Antworten“ mit dabei ist, denn ich war schon sehr gespannt auf ihre Tipps.

Welche Entscheidung, erlernte Fähigkeit oder Ausrüstung hatte bisher den größten Einfluss auf deine Food-Fotografie?

Dazu fallen mir gleich drei Dinge ein. Darf ich? ;)

Nummer eins ist die Entscheidung, im Hochformat zu fotografieren. Tatsächlich habe ich am Anfang nur im Querformat fotografiert. Erst Ende 2012 bin ich auf den Trichter gekommen, dass sich das Hochformat für Food-Fotografie oft besser eignet. Das ist zumindest meine subjektive Meinung, aber ich kann das auch ein Stück weit erklären: Gerade in der Food-Fotografie arbeitet man oft mit der Unschärfe im Hintergrund, dem Bokeh. Bei Hochformatbildern hat man mehr Platz „nach hinten raus“, man hat also mehr Hintergrund zum Stylen. Die Bilder bekommen so mehr Tiefe und Dynamik. Und ganz nebenbei funktioniert das Hochformat auch besser bei Pinterest.

Nummer zwei betrifft die Ausrüstung, nämlich das Fotografieren mit einer Vollformat-DSLR (ich nutze die Canon 5D Mark IV). Natürlich sagt man immer, dass nicht die Kamera die guten Fotos macht, sondern der Fotograf. Auch mit dem Smartphone kann man tolle Bilder machen, klar. Aber Vollformat hat einfach mehrere Vorteile:
Zum einen kann man den ISO-Wert stärker erhöhen, ohne dass die Bildqualität nennenswert leidet. Allgemein kann man aus schlechten Lichtverhältnissen noch richtig gute Fotos rausholen. Gerade bei Foodfotos mit Dynamik (Schütten, Gießen…) ist das relevant, wenn man wie ich ein Fan von Tageslicht ist.
Zum anderen werden die Details knackiger und die Farben harmonischer, da die größeren Pixel mehr Bildinformationen aufnehmen können. Außerdem kann man das Objekt noch besser vor einem unscharfen Hintergrund freistellen.
Und schließlich eignen sich Fotos einer Vollformatkamera besser dazu, um großflächig gedruckt zu werden.

Nummer drei ist die Entscheidung, im RAW-Format zu fotografieren. Das war ein absoluter Quantensprung. Allerdings hat es mich auch ein wenig nachlässig gemacht. Bei RAW-Bildern kann man im Nachhinein nämlich noch richtig viel an Belichtung, Weißabgleich, Farben, Kontrast und so weiter drehen, ohne dass das Bild darunter leidet. Was dazu führt, dass ich den Weißabgleich beim Fotografieren inzwischen völlig ignoriere. Bereut habe ich das noch nie.

Welche Food-Styling Technik war bisher die praktischste, die du gelernt hast?

Hier nominiere ich die Layering-Technik. Das betrifft sowohl die Speise selbst als auch das Set drumrum. Damit meine ich verschiedene Ebenen bzw. Schichten.
Mal am Beispiel eines Salats: Grüne Blätter in einer Schüssel sehen nur so semi-gut aus. Mit ein paar Tomaten und Avocado-Stückchen wird es schon ansprechender. Und wenn wir noch ein paar Sesamkörner drüberstreuen und Öl drüber träufeln, wird es richtig gut. Durch die verschiedenen Schichten von grob zu fein gewinnt das Gericht Tiefe, die Details lassen es interessant erscheinen.
Layering funktioniert aber auch bei den Props: Fotografieren wir unsere Salatschüssel jetzt einfach von oben auf einem schlichten Untergrund, kann das schon ganz gut aussehen. Wenn wir aber noch ein Brettchen oder ein Geschirrtuch drunterlegen, wird es in den allermeisten Fällen besser. Auch hier wird Tiefe erzeugt.

Welche App, welcher Service oder welche Fähigkeit hatte den bisher größten Einfluss auf dein Business?

Hat hier jemals jemand etwas anderes genannt als Lightroom? ;)

Tut mir leid, aber da reihe ich mich ebenfalls ein. Die Bildbearbeitungs-App Lightroom ist mein größter Gamechanger überhaupt. Damit bekommt man den schlimmsten Weißabgleich noch gerettet, eine dunkle graue Nebelsuppe in ein frisches knackiges Foto verwandelt und was der Korrekturpinsel schon alles kaschiert hat, verrate ich lieber nicht.
Außerdem ist es für mich das beste Programm, um seine Bilder zu archivieren und zu organisieren.

Schaut Euch unbedingt bei Vera um. Ihr werdet sie lieben.

Und hier seht ihr die Antworten von den anderen Profis.

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