Butter statt Blumen – Meine Valentinstagskekse
Morgen ist Valentinstag. Der Tag, an dem plötzlich alle Gefühle haben, selbst Menschen, die sonst nicht mal ihren Paketboten ansehen und irgendwo denkt wieder jemand ernsthaft, ein roter Herzballon sei ein Beziehungsstatement. Genau deshalb backe ich Kekse, mit Butter.
Und ja, mit Reismehl. Nicht aus Lifestyle-Gründen, nicht weil ich heimlich ein Pinterest-Board namens Clean Baking pflege, sondern weil Reismehl diesen Keksen etwas gibt, was viele Beziehungen nicht haben: Struktur und gleichzeitig Zartheit. Klingt kitschig, ist aber Chemie. Reismehl enthält kein Gluten. Das macht den Teig mürber, feiner, fast sandig. Diese Kekse zerfallen nicht, sie schmelzen im Mund, nicht emotional.
Der Teig ist empfindlich, genau wie wir alle kurz vor dem Valentinstag. Er bröselt ein bisschen, wenn man ihn schlecht behandelt. Also nicht reißen, nicht zwingen, einfach wieder zusammendrücken. Das gilt übrigens auch fürs Leben. Ausstechen, kühlen, warten. Geduld zahlt sich aus, auch wenn niemand dafür klatscht.
Am Ende kommt Himbeermarmelade dazwischen. Ohne Füllung wären sie nett, mit Füllung sind sie richtig gut. Wer daraus eine Liebeserklärung machen will, bitte. Wer sie einfach isst, auch gut.
Butter statt Blumen – Meine Valentinstagskekse
Zutaten
- 200 g ungesalzene Butter weich
- 95 g feiner Zucker
- 200 g Weizenmehl
- 95 g Reismehl oder Speisestärke
- 1 Prise Salz
- 1 EL Puderzucker
- 4 gehäufte EL Himbeermarmelade
Anleitungen
- Butter und Zucker in einer Küchenmaschine oder mit der Hand verrühren, bis beides gut vermischt ist.
- Weizenmehl, Reismehl und Salz hinzufügen und nur so lange mischen, bis ein Teig entsteht.
- Teig aus der Schüssel nehmen, in den Händen zu einer großen Kugel zusammendrücken und auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche legen. Den Teig etwa 6 mm dick ausrollen. Der Teig ist recht zart und kann an manchen Stellen bröseln. In diesem Fall einfach wieder vorsichtig zusammendrücken.
- Mit einem kleinen herzförmigen Ausstecher (ca. 3 cm) so viele Herzen wie möglich ausstechen und auf drei Backbleche legen. Es entstehen etwa 80 einzelne Kekse. Damit der Ausstecher nicht klebt, diesen vor dem Ausstechen in Mehl tauchen. Die Kekse dürfen relativ dicht liegen, sollten sich aber nicht berühren. Den Teig ein- bis zweimal neu ausrollen.
- Backbleche mit Frischhaltefolie abdecken und die Kekse mindestens 30 Minuten, gerne auch über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.
- Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen. Bleche aus dem Kühlschrank nehmen, Folie entfernen und den Puderzucker über die Kekse sieben. Im Ofen 8–10 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldgelb werden. Je nach Ofen kann es nötig sein, die Bleche auf den unteren Schienen ein bis zwei Minuten länger zu backen.
- Die Kekse aus dem Ofen nehmen, 5 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann mit einer Palette vorsichtig abheben und auf ein Kuchengitter oder einen Teller legen.
- Sobald die Kekse vollständig abgekühlt sind, jeweils zwei Kekse mit etwa 1/4 Teelöffel Himbeermarmelade zusammensetzen. Mit den restlichen Keksen ebenso verfahren.
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