Karneval steht vor der Tür.
Pappnase auf, Alltag aus.

Der Moment im Jahr, in dem niemand fragt, ob etwas „leicht“ ist – sondern nur, ob es noch warm ist. Und genau hier kommt er ins Spiel: der Fehmarner Purzel.
Kein geschniegelt-glatter Berliner. Kein Marmeladenversprechen.
Sondern ein ehrliches, frittiertes Durcheinander mit goldbrauner Kruste und Zucker an den Fingern. Vorhang zu. Frittiertes rein.

Was ist ein Fehmarner Purzel eigentlich?

Kurz und ehrlich:
Ein Purzel ist ein rustikales Fettgebäck, irgendwo zwischen Berliner, Mutzen und Schmalzkuchen. Der Teig darf sich im heißen Fett benehmen wie er will. Er purzelt, faltet sich, wird krumm – und genau deshalb heißt er so.

Kein Marketingname.
Keine große Legende.
Auf Fehmarn hat man diesem Gebäck einfach einen Namen gegeben, der passt.

Der Purzel will nicht perfekt sein. Er will gegessen werden.

Fehmarner Purzel

Fehmarner Purzel

Servings: 20 Stück
Author: Patrick Rosenthal

Zutaten

  • ½ l Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 Stck. Zimtstange
  • 125 g feiner Weizengrieß
  • 60 g Butter
  • 1 Würfel Hefe
  • 90 g Zucker
  • 3 Stck. Eier
  • Abrieb von 1 Bio-Zitrone
  • 300 g Mehl
  • 1 L Frittierett
  • feiner Zucker zum Wälzen

Anleitungen

  • Milch mit Salz und der Zimtstange aufkochen. Grieß unter Rühren einstreuen und bei kleiner Hitze etwa fünf Minuten quellen lassen. Vom Herd ziehen, Butter unterrühren, kurz abkühlen lassen und die Zimtstange entfernen.
  • Hefe zerbröckeln, mit einem Teelöffel Zucker mischen und kurz stehen lassen, bis sie flüssig wird.
  • Eier, restlichen Zucker und Zitronenabrieb schaumig schlagen. Grießbrei und Hefe unterrühren. Das Mehl darübersieben und alles zu einem weichen Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 40 Minuten gehen lassen.
  • Das Fett auf etwa 180 Grad erhitzen. Mit einem Esslöffel kleine Portionen abstechen und im heißen Fett goldbraun ausbacken. Herausheben, kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen und sofort im feinen Zucker wälzen.
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