Süße Mini Mais-Krapfen
Oder einfach goldgelbe Selbstachtungslosigkeit in Maisform
Das ist kein Snack. Das ist ein Ereignis. Ein kulinarischer Rosenmontag, nur ohne Kostümzwang und mit deutlich mehr Öl. Mais an sich ist harmlos. Mais lächelt freundlich aus dem Salat. Mais winkt vom Grill. Aber sobald du ihn frittierst, wird er zum Problem. Zu deinem. Und das ist wunderschön.
Diese Fritter sind außen knusprig, innen süß, weich, fettig und so selbstzufrieden, dass man ihnen kaum böse sein kann. Sie behaupten nicht, gesund zu sein. Sie tun nicht so, als wären sie „eine bewusste Wahl“. Sie sind einfach da. Goldgelb, laut und unverschämt.
Der Puderzucker obendrauf ist keine Garnitur, sondern Ironie. Süß auf Fett auf Mais. Das ist keine Balance, das ist Eskalation. Während andere Gerichte versuchen, sich zu rechtfertigen, lehnen sich diese Teile zurück und sagen: Karneval ist einmal im Jahr. Oder eben immer dann, wenn heißes Öl verfügbar ist.
Man isst sie nicht langsam. Man greift zu, verbrennt sich fast die Finger, pustet einmal sinnlos und beißt trotzdem rein. Danach herrscht kurz Stille. Dann Zustimmung. Dann das zweite Teil. Vielleicht noch eins. Niemand zählt.
Süße Mini Mais-Krapfen
Zutaten
- 1 EL Speiseöl
- 60 g Mehl
- 60 g g Speisestärke
- 20 g Zucker
- 4 g Backpulver
- ¾ TL Salz
- 2 große Eier
- 80 ml Vollmilch
- 550 g Maiskörner aus der Dose gut abgetropft
Außerdem
- 500 ml Öl zum Frittieren
- Puderzucker zum Bestäuben
Anleitungen
- Mehl, Stärke, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen.
- Eier, Milch und den Esslöffel Öl in einer großen Schüssel verquirlen.
- Maiskörner unterrühren.
- Trockene Zutaten kurz unterheben.
- In einem Topf fast das Öl auf 190 Grad erhitzen.
- Mit einem Esslöffel oder Eisportionierer kleine Häufchen ins heiße Öl geben.
- 3 bis 4 Minuten frittieren, bis tiefgolden sind und aussehen, als hätten sie etwas zu verbergen.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Danach mit Puderzucker bestäuben.
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