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Ihr habt ja schon mitbekommen, dass ich vor einiger Zeit ein Käse-Live Tasting vom Taste France Magazine mitgemacht habe. Das war ein Abend voller Leckereien und neuen Geschmacks-Kompositionen, die ich so vorher noch nicht kannte. Mein Favorit?

Ein markanter Époisses mit Sauerkraut. Das passte perfekt, denn ich mag es, wenn der Geschmack des Käses nur unterstrichen, jedoch nicht überdeckt wird. Ich hab mit meinen Lieblings „Mix & Match“ direkt einen Gugelhupf gebacken.

Herzhafter Gugelhupf

Autor: Patrick Rosenthal

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 250 g Époisses
  • 1 TL Salz
  • 125 ml Milch
  • 1 Prise Zucker
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 125 g Butter
  • 2 Eier
  • 2 Eigelb
  • 125 g Schinkenwürfel
  • 2 Frühlingszwiebel in Ringe geschnitten
  • 250 g Sauerkraut abgetropft
  • 1 TL Pfeffer schwarz

Anleitungen

  • Mehl und Salz vermengen und in die Mitte eine Mulde drücken
  • Milch leicht erwärmen, Zucker zufügen und die Hefe darin auflösen
  • Hefemilch in die Mehl-Mulde gießen und abgedeckt 15 Minuten ruhen lassen
  • Butter schmelzen lassen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen
  • Butter zusammen mit den Eiern und Eigelben zur Mehlmischung geben und verkneten
  • Abgedeckt 1 Stunde gehen lassen
  • Époisses aus den Kühlschrank nehmen
  • Schinken in einer beschichteten Pfanne kurz anrösten, Frühlingszwiebeln zugeben und 1 Minute mit andünsten
  • Sauerkraut zugeben und unterrühren
  • Eine Gugelhupfform (ca. 25 cm Durchmesser) leicht einfetten und mit Mehl bestäuben
  • Sauerkrautmischung zusammen mit dem Époisses unter den Teig kneten
  • Sollte der Teig noch zu feucht sein, einfach etwas Mehl zufügen und unterkneten
  • Teig in die Form füllen und 15 Minuten ruhen lassen
  • Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze vorheizen
  • Gugelhupf im Ofen eine Stunde goldbraun backen
  • Sollte der Gugelhupf zu braun werden, einfach mit etwas Alufolie abdecken

Das Käse für mich zu fast allem passt, war mir schon klar, da ich ja großer Käse-Fan bin und beim Käse-Einkauf besonders darauf achte, was bei mir in den Einkaufswagen kommt. Aber das Online-Käse Live-Tasting hat mich dann doch noch überraschen können. Die persönliche Herausforderung? Probiere mal ein paar typisch deutsche Produkte wie Sauerkraut, Pumpernickel, Bier, Spekulatius und Lübecker Marzipan mit den französischen Käsesorten Brie de Meaux, Comté, Époisses, Fourme d’Ambert und Reblochon. Geht nicht? Gibt es nicht! Denn einige, auch auf dem ersten Blick ungewöhnliche, Kombinationen verschmelzten im Mund zu etwas Großartigem.

Hier ein paar kurze Punkte zu den Käsesorten:

Brie de Meaux

Der Brie de Meaux wurde 1815 auf dem Wiener Kongress zum „König der Käse“ gekürt. Bei der Produktion des klassischen Brie wird die Gallerte weder geschnitten noch gepresst. Die Kunst der Herstellung besteht im gleichmäßigen Schöpfen des Bruchs in die perforierten Formen und im optimalen Abtropfen der Molke. Der echte Brie de Meaux ist von dünnem Weißschimmel und einer leichten rotbräunlichen Käseflora bedeckt, was ihn von vielen Kopien unterscheidet. Er riecht nach würzigem Gras und gerösteten Nüssen.

Milchart: Kuh

Käseart: Weichkäse mit Edelschimmelrinde

Geschmack: Im Mund zeigt er einen guten Geschmack von Haselnuss, frischem Pilz und Rohmilch.

Herstellungsart: Rohmilch

Comté

Dieser gepresste Kochkäse wird aus Rohmilch von Kühen der Rassen Montbéliarde und Simmental hergestellt, die ausschließlich mit Futter aus dem Appellationsgebiet gefüttert werden. Ein einziger Laib dieses Käses besteht aus 500 Litern Milch! Der Comté-Käse reift mindestens 4 Monate.

Milchart: Kuh

Käseart: Hartkäse

Geschmack: Weich und ausgewogen

Herstellungsart: Rohmilch

Époisses

Epoisses ist ein Weichkäse mit gewaschener Rinde, der aus Kuhvollmilch hergestellt wird. Es wird um die gleichnamige Stadt herum hergestellt. Seine Rinde wird klebrig und glänzend, da er regelmäßig mit Salzwasser und Bourgogne-Trester gewaschen wird. Die Reifezeit beträgt sechs bis acht Wochen.

Dieser sehr cremige Käse wird in einer Holzkiste geliefert. Seine Rinde ist glatt oder leicht runzlig und glänzend, je nach Reifegrad von elfenbeinorange bis ziegelrot. Die Rinde ist an den Rändern hellbeige und in der Mitte weiß.

Milchart: Kuh

Käseart: Weichkäse mit gewaschener Rinde

Geschmack: Der Geschmack von Epoisses ist frisch, markant und anhaltend, aber nicht so stark, wie sein Geruch vermuten lässt.

Fourme d’Ambert

Der Blauschimmelkäse wird in der Auvergne, nur im Umkreis der Stadt Ambert hergestellt. In dieser bergigen Region geben die Aubrac oder Salers-Kühe relativ wenig, aber dafür fetthaltige Milch. In Felsenkellern gereift bekommt dieser Käse ein mild bis leicht würziges, leicht pilziges Aroma

Milchart: Kuh

Käseart: Blauschimmelkäse

Geschmack: leicht salziger Geschmack, wobei er ziemlich rund und nicht zu kräftig im Mund verbleibt

Herstellungsart: pasteurisierte Milch

Reblochon

Der Reblochon hat eine gewaschene, trockene Rinde und eine graurosa bis gelborange Farbe.Das Aroma ist nussig, vollmundig und butterig. Die Reifezeit beim Reblochon beträgt ca. 5-8 Wochen. Achte beim Kauf immer auf den grünen Herkunftsstempel auf einer Seite des Käses. Er weist auf die traditionelle Herstellung hin. Ein roter Stempel zeugt von einer industriellen, maschinellen Herstellung.

Milchart: Kuh

Käseart: Halbfester Schnittkäse

Geschmack: zart und samtig im Geschmack, mit einer feinen Haselnussnote

Herstellungsart: Rohmilch

FAZIT

Für mich war der Abend ein absoluter Genuss. Und warum ich schon immer ein großer Fan von französischen Käsesorten bin, hat sich nochmals bestätigt, denn die französischen Käsesorten sind ein gutes Beispiel für landwirtschaftliche Produkte mit hohen Standards, insbesondere in Bezug auf Authentizität, Qualität, Geschmack, Vielfalt, Know-How, Terroir und Tradition.

Achtet unbedingt auf die EU-Siegel  „geschützte Ursprungsbezeichnung“ (g.U.) oder „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.).Das Siegel g.U. („geschützte Ursprungsbezeichnung“) garantiert euch, dass alle Produktionsschritte eines Produktes nach dem gleichen Know-how und in einer bestimmten geografischen Region erfolgen. (z.B. Champagner oder Allgäuer Bergkäse). Das Siegel g.g.A. („geschützte geografische Angabe“) schützt den Namen des Rohstoffes oder Endprodukts, dessen Qualität, Ruf und andere Charakteristiken fest mit seiner geografischen Herkunft verbunden sind. (z.B. Schwarzwälder Schinken, Lübecker Marzipan oder Kölsch). Weitere Infos zu französischem Käse findet ihr HIER.

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