Knusprige Brötchen – absolut gelingsicher
Es ist schon April. Ein Viertel vom Jahr ist praktisch durch, versickert zwischen Feiertagen, Einkaufszetteln, zu vielen Gedanken und diesen legendären Tageb, an denen man sich einredet, ab jetzt wirklich alles besser zu strukturieren. Die Wahrheit ist ja oft unromantischer: Zeit verschwindet in kleinen, harmlos wirkenden Häppchen. Zehn Minuten hier, ein Aufschieben da, ein sinnloser Griff zum Handy, und plötzlich ist aus Januar schon fast ein alter Bekannter geworden. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, sich nicht mit diesem aufpolierten Quatsch von Selbstoptimierung zu nerven, sondern einmal ehrlich hinzusehen. Was wolltest du dieses Jahr eigentlich wirklich machen und was davon schiebst du seit Wochen vor dir her, als wäre es ein unangenehmer Anruf? Welche Pläne sind echt deine und welche hast du nur mitgeschleppt, weil man das eben so macht? Nicht jeder Monat braucht ein neues großes Ziel. Aber jeder Monat verdient wenigstens einen klaren Gedanken.
Man muss das Leben auch nicht immer gleich komplett sanieren. Oft reicht es, an einer Stelle aufzuhören, sich selbst unnötig kompliziert zu machen. Nicht alles muss ein Projekt sein. Nicht jeder Morgen eine Choreografie aus drei Routinen und innerer Erleuchtung. Manchmal ist es schon ein kleiner Sieg, wenn man etwas vorbereitet, das einen später auffängt. Zum Beispiel diese Brötchen.
Du rührst am Abend alles zusammen, lässt die Zeit für dich arbeiten und schiebst am nächsten Tag alles in den Ofen. Das ist keine große Backkunst, sondern ein gutes, ehrliches Frühstück für Menschen, die auch morgens etwas Besseres verdient haben als schlechte Laune und trockenes Toastbrot.
Vielleicht ist das gerade die eigentliche Pointe dieses April-Moments: Du musst nicht alles sofort im Griff haben. Aber du kannst heute etwas anfangen, das morgen schon gut ist. Einen Plan, eine Entscheidung oder einfach einen Teig.
Und ganz ehrlich: Wenn sogar Brötchen sich über Nacht fast von allein regeln, dann kriegen wir den Rest vielleicht auch noch irgendwie hin.
Knusprige Brötchen
Zutaten
- 200 g Möhren
- 600 ml kaltes Wasser
- 15 g frische Hefe
- 50 g Olivenöl
- 50 g Chiasamen
- 200 g feine Haferflocken
- 650 g Dinkelmehl
- 2 TL Salz
Topping
- 5 EL Chiasamen
- 5 EL Sonnenblumenkerne
Anleitungen
- Möhren fein raspeln.
- Wasser und Hefe in einer großen Schüssel verrühren, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
- Möhren und Olivenöl unterrühren. Danach alle restlichen Zutaten hinzufügen.
- Alles zuerst mit einem Kochlöffel vermengen, dann etwa 3 Minuten mit den Fingern durchmengen. Der Teig ist sehr weich und klebrig – das ist genau richtig.
- Die Schüssel abdecken und den Teig über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
- Am nächsten Tag den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Mit einem nassen Löffel Portionen abstechen, kurz in den Samen und Kernen wälzen, auf das Backblech setzen und im Ofen 25–30 Minuten backen, bis sie goldbraun und knusprig sind. Auf einem Gitter kurz auskühlen lassen.
Hallo Patrick,
Denkst Du man kann diese Broetchen auch mit Instant Yeast machen? Es ist leider sehr schwierig hier in LA frische Hefe zu finden.
Ein Beispiel hier:
https://shop.kingarthurbaking.com/items/saf-red-instant-yeast?srsltid=AfmBOooIkWbs_D14h58XS9mxLvwFeWd9stgZoa0xB0cx63MJNNNZnm1r
Hallo Katja, das ist kein Problem, das habe ich auch schon gemacht und habe 7 g Trockenhefe benutzt, lieben Gruß – Patrick