Das beste Solero Tiramisu

Nein. Heute nicht. Heute wird hier nichts gebacken. Heute wird nur geschichtet, gekühlt und so getan, als sei das eine kulinarische Lebensentscheidung und kein stiller Hilferuf aus der Küche.

Nachdem meine Solero-Torte bei euch so gut angekommen ist, war natürlich klar: Da muss etwas Neues her. Weil ich aber bei 39 Grad Außentemperatur nicht bereit war, meine Küche in eine finnische Strafsauna mit Mascarponeanschluss zu verwandeln, wurde aus der Torte ein Tiramisu. Und ich sage es so bescheiden, wie man es eben sagen kann, wenn man innerlich bereits mit einem goldenen Löffelbiskuit auf einem Balkon in Südfrankreich steht: Das ist wirklich das beste Solero-Tiramisu, das es gibt.

Es beginnt völlig harmlos… und plötzlich steht da kein Dessert mehr, sondern eine klimatisierte Erinnerung an Eis am Stiel, klebrige Finger und die große Kindheitslüge, dass man nach dem Essen nicht sofort wieder Hunger auf etwas Süßes haben kann. Und dann dieser Moment beim Anschneiden. Man sieht die Schichten. Die Creme. Die Frucht. Die Biskuits, die sich vollgesogen haben wie Menschen nach drei Tagen All-inclusive. Es ist weich, kühl, fruchtig, cremig und ein bisschen unverschämt. Genau so muss ein Sommerdessert sein. Nicht brav. Nicht elegant auf Abstand. Sondern eines, bei dem man nach dem ersten Löffel kurz überlegt, ob man das Stück auf dem Teller wirklich teilen muss oder ob man nicht einfach behauptet, es sei beim Fotografieren leider schon kaputtgegangen.

Dieses Solero-Tiramisu ist für Tage, an denen selbst der Kühlschrank erschöpft klingt. Für Küchen, in denen der Backofen heute nur Möbelstück ist. Für Menschen, die Dessert ernst nehmen, aber Hitze noch ernster. Und für alle, die wissen: Wenn draußen 39 Grad sind, darf das Leben ruhig ein bisschen nach Maracuja, Vanille und sehr guter Verdrängung schmecken.

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5 von 2 Bewertungen

Das beste Solero Tiramisu

Servings: 1 Auflaufform (ca. 25 x 30 cm)
Author: Patrick Rosenthal

Zutaten

Creme

  • 500 g Mascarpone
  • 400 ml Schlagsahne
  • 250 g Magerquark
  • 90 g Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 2 TL Vanilleextrakt

Topping

  • 400 ml Maracujasaft
  • 200 ml Orangensaft
  • 40 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillepuddingpulver zum Kochen

Außerdem

  • 300 g Löffelbiskuits
  • 300 ml Maracujasaft
  • 100 ml Orangensaft

Anleitungen

  • Mascarpone, Schlagsahne, Magerquark mit Puderzucker, Vanillezucker und Vanilleextrakt aufschlagen, bis die Creme fest ist.
  • 300 ml Maracujasaft und 100 ml Orangensaft verrühren und die Hälfte der Löffelbiskuit kurz in den Saft tunken, dann auf dem Boden einer Auflaufform verteilen. Hälfte der Creme darüber schichten und Vorgang wiederholen.
  • Für das Topping 100 ml Maracujasaft mit Zucker und Puddingpulver glattrühren. Restlichen Maracuja- und Orangensaft aufkochen lassen und Puddingpulvermix einrühren. Eine Minute köcheln lassen. Etwas abkühlen lassen und dann auf der Creme verteilen. Mindestens 3 Stunden kaltstellen. Gekühlt bis zu 3 Tage haltbar.
8 Kommentare
  1. Jessy sagte:

    Klingt toll und ich ueberlege, ob ich es für den nächsten Apéro dînatoire mache Wie „fest“ wird es bzw. kann man es gut in Wuerfel schneiden (die einigermaßen stabil bleiben) zum/beim servieren ?

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    • Patrick Rosenthal sagte:

      Hallo, das klappt schonm aber bei den Temperaturen würde ich noch etwas Mascarpone mehr nehmen. Lieben Gruß Patrick

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  2. Michaela H sagte:

    Obwohl es in der Wohnung 24 °hat u.draussen 35° schmelze ich bei dieser Siäolero Tiramisu Variante dahin…..5 Sterne

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  3. Sabrina sagte:

    Das klingt perfekt bei den Temperaturen und wird mein instead-of-cake! Eine Frage: die Schlagsahne vorher steif schlagen oder flüssig nutzen?5 Sterne

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