Vanillekipferl in Kuchenform – der Beste
Ich konnte einfach nicht bis Weihnachten warten.
Wirklich nicht. Denn mal ganz ehrlich: Die Adventszeit ist viel zu kurz, um euch diesen Kuchen erst irgendwann im Dezember vor die Nase zu setzen. Wenn ihr den einmal gebacken habt, werdet ihr ihn nämlich noch einmal backen. Und noch einmal. Und plötzlich ist Weihnachten und ihr fragt euch, warum ihr seit sechs Wochen nach Vanille riecht.
Deshalb gibt es ihn jetzt.
Und ich muss leider kurz arrogant werden: Das ist der beste Vanillekipferlkuchen.
Ja. Ich lehne mich damit ziemlich weit aus dem Küchenfenster. Aber ich bleibe da jetzt auch sitzen, denn wir müssen dringend über eine Unsitte sprechen.
Nur weil man gemahlene Mandeln in einen Rührteig gibt, anschließend etwas Puderzucker darüberstreut und „Vanillekipferl“ in die Überschrift schreibt, ist das noch lange kein Vanillekipferlkuchen. Das ist ein Mandelkuchen mit Marketing.
Wenn ich Vanillekipferlkuchen verspreche, möchte ich auch Vanillekipferl schmecken.
Und dafür braucht es ein bisschen mehr.
Ordentlich Butter für diesen satten, mürben Geschmack.Vanille nicht nur als höflichen Hintergrundgast, sondern Vanillezucker UND Vanillepaste. Und dann kommt für mich der entscheidende Teil:
Puderzucker und Vanillezucker werden vermischt und auf den noch leicht warmen Kuchen gegeben. Ein Teil davon verbindet sich mit der Oberfläche, der Rest bleibt herrlich pudrig darauf liegen. Genau dieses Gefühl, wenn man in ein Vanillekipferl beißt und danach aussieht, als hätte man mit dem Gesicht zuerst im Puderzucker gelegen.
So muss das.
Der Kuchen selbst ist weich, saftig, buttrig und so vanillig, dass schon beim Anschneiden Weihnachten kurz um die Ecke schaut, obwohl wir noch gar nicht so weit sind.
Kein „über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen“, als hätte der Kuchen einen anstrengenden Bürojob. Teig rühren. Backen. Puderzucker drauf. Fertig. Also bitte wartet nicht bis Weihnachten.
Backt ihn jetzt.
Dann habt ihr wenigstens noch genug Zeit, ihn bis Heiligabend unangemessen oft zu wiederholen.
Vanillekipferl in Kuchenform – der Beste
Zutaten
Für den Teig
- 250 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 2 Pck. Vanillezucker
- 1 TL Vanillepaste oder 2 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- 4 Eier Größe M
- 250 g Weizenmehl Type 405
- 200 g gemahlene blanchierte Mandeln
- 2 TL Backpulver
- 150 ml Milch
Für die Vanillekipferl-Schicht
- 120 g Puderzucker
- 2 Pck. Vanillezucker
- 20 bis 24 kleine Vanillekipferl optional
Anleitungen
- Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein tiefes Backblech oder die rechteckige Springform mit Backpapier auslegen.
- Butter, Zucker, Vanillezucker, Vanillepaste und Salz 3 bis 4 Minuten hell und cremig aufschlagen.
- Eier einzeln unterrühren. Dabei jedes Ei vollständig einarbeiten, bevor das nächste hinzugegeben wird.
- Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver miteinander vermischen. Zusammen mit der Milch nur kurz unter die Butter-Ei-Masse rühren, bis gerade eben ein homogener Teig entstanden ist. Nicht länger rühren als nötig.
- Teig gleichmäßig in der Form beziehungsweise auf dem Blech verstreichen und im vorgeheizten Backofen 20 bis 25 Minuten backen. Unbedingt die Stäbchenprobe machen und den Kuchen nicht zu lange backen. Er soll weich und saftig bleiben.
- Inzwischen Puderzucker und Vanillezucker gründlich miteinander vermischen.
- Den fertigen Kuchen etwa 5 Minuten abkühlen lassen. Noch leicht warm großzügig mit der Vanille-Puderzucker-Mischung bestäuben. Durch die Restwärme verbindet sich ein Teil des Zuckers mit der Oberfläche, während der übrige Zucker pudrig darauf liegen bleibt. Genau das sorgt für die typische Vanillekipferl-Note.
- Kuchen vollständig auskühlen lassen und in Stücke schneiden. Jedes Stück mit einem kleinen Vanillekipferl belegen und vor dem Servieren noch einmal leicht mit der restlichen Vanille-Puderzucker-Mischung bestäuben.
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