Zimtschnecken Brotaufstrich 2.0

Gestern abend habe ich euch erzählt, wie Männer im Herbst riechen sollten. Heute klären wir die wichtigere Frage: Wie schmeckt Herbst?

Nach Zimtschnecken. Ganz einfach.

Vor vielen Jahren hatte ich schon einmal ein Rezept für Zimtschnecken Brotaufstrich auf meinem Blog. Und ich mochte es. Aber heute weiß ich es besser, denn Butter, gezuckerte Kondensmilch, Zucker und Zimt ergeben zwar einen ziemlich guten Brotaufstrich, aber noch lange keine Zimtschnecke.

Da fehlt dieses warme, buttrige, leicht karamellige Aroma. Diese dunkle Zimtschicht, die sich beim Backen mit braunem Zucker verbindet. Dieser Geschmack von Hefeteig.

Kurz gesagt: Da fehlt Zimtschneckenwumms.

Und wenn ich ein Rezept nach Jahren noch einmal mache, dann darf es auch besser werden. Sonst könnten wir uns das Älterwerden schließlich komplett sparen.

Also bekommt die Butter heute Gesellschaft von brauner Butter. Sie schmeckt nussiger, tiefer und bringt genau dieses gebackene Aroma mit, das der alten Version gefehlt hat.

Der braune Zucker darf dunkler und kräftiger sein. Muscovado bringt diese leicht klebrige, malzige Toffee Note mit, die verdächtig nah an das Innere einer richtig guten Zimtschnecke kommt.

Dann Zimt. Nicht homöopathisch. Wir sind hier schließlich nicht zum Basteln.

Eine kleine Prise Salz muss ebenfalls hinein.

Und dann kommt mein kleiner Trick: ein Hauch Butter Vanilla Bakery Emulsion und Sweet Dough Bakery Emulsion. Letztere schmeckt tatsächlich ein bisschen nach süßem, frisch gebackenem Hefeteig. (siehe Alternative im Tipp)

Und genau da passiert es.

Plötzlich schmeckt das Zeug nicht mehr einfach nach Zimt und Butter.

Es schmeckt nach der Mitte einer Zimtschnecke.

Das ist kein Zimtaufstrich.
Das ist Zimtschneckenwumms.

Und falls ihr mich sucht: Ich stehe mit einem halben Brötchen am Kühlschrank und überprüfe gerade zum siebten Mal, ob das Rezept wirklich funktioniert. Wissenschaft muss schließlich reproduzierbar sein.

Zimtschnecken Brotaufstrich 2.0

Servings: 2 Gläser
Author: Patrick Rosenthal

Zutaten

  • 150 g Butter
  • 100 g Butter zum Bräunen
  • 1 Dose gezuckerte Kondensmilch ca. 400 g
  • 40 g dunkelbrauner Muscovado Zucker
  • 2 bis 2 1/2 TL Ceylon Zimt
  • ½ TL LorAnn Butter Vanilla Bakery Emulsion
  • ¼ TL LorAnn Sweet Dough Bakery Emulsion
  • ¼ TL feines Meersalz

Anleitungen

  • Die 100 g Butter langsam erhitzen, bis die Milchbestandteile goldbraun werden und sie deutlich nussig duftet. Nicht schwarz werden lassen. Anschließend vollständig auf Zimmertemperatur abkühlen lassen, sie darf aber noch weich beziehungsweise cremig sein.
  • Die restliche weiche Butter einige Minuten hell und cremig schlagen. Braune Butter einarbeiten. Kondensmilch nach und nach unterschlagen.
  • Muscovado, Zimt, Salz und die beiden Emulsionen dazugeben und nochmals kräftig aufschlagen. In Gläser füllen und kalt stellen.

Versucht mal Variante B:

Bei Variante B den Muscovado vorher mit 1 EL Wasser kurz zu einem dunklen Sirup aufkochen und vollständig abkühlen lassen. Dann wir der Austrich cremiger.

Variante A (das Rezept) schmeckt dagegen authentischer nach Cinnamon Roll Filling, weil der Zucker noch etwas Struktur hat.

TIPP: Kein LorAnn zu Hause?
Die Bakery Emulsions geben dem Aufstrich noch mehr von diesem typischen Geschmack nach warmer, buttriger Zimtschnecke und süßem Hefeteig. Du kannst sie aber problemlos weglassen. Gib stattdessen 1 TL Vanillepaste oder Vanilleextrakt und 1 kleine Prise fein abgeriebene Bio Zitronenschale in die Creme. Die gebräunte Butter übernimmt ohnehin schon einen großen Teil des warmen, nussigen Backaromas.

Noch besser könnte als Ersatz sogar 1 TL Vanillepaste + 1/4 TL Zitronenabrieb + 1 TL Milchpulver funktionieren. Das Milchpulver würde noch mehr von diesem milchig gebackenen Teigaroma hineinbringen.

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