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Lavendelduft, grüne Poesie, Frühlingswiese… Bei diesen Namen werde ich hellhörig. Besonders dann, wenn sich dahinter wunderschöne Farben verbergen. Food & Farbe sind zwei Dinge, die für mich einfach zusammengehören.

Ich bin ja eigentlich nicht so der typische „Baumarktgänger“ und schaue samstags lieber 5 Runden „Shopping Queen“ als zwischen Spanplatten, Hammer und Meißel herum zu schleichen. Wenn ich aber vor Ort bin, zieht es mich schnurstracks in die Farbabteilung und stehe mit offenem Mund minutenlang vor den Farbpaletten. Früher stand auf den Eimern in großen Lettern „Weiß“, „Rot“ oder „Grün“.

Fertig. Wollte man eine spezielle Farbe, musste man daheim eben selber mischen. Heute ist das anders. Ganz nach meinem Geschmack gibt es jetzt bereits gemischte Farben mit wunderschönen Namen.

Und mit Namen wie „Granatapfel“, „Mandelblüte“ und „Kieselstrand“ kann ich etwas anfangen. Augen schließen und Farbe vorstellen. So einfach ist das. Und ich als Blogger und Food-Fotograf muss mich mit Farbe natürlich auseinandersetzen, denn meine stillen, aber dafür leckeren Models wollen natürlich perfekt in Szene gesetzt werden. Und am Ende möchte ich nicht sagen müssen: „Leider habe ich heute kein Foto für Dich“. Bei mir sollen sie alle auf das Siegertreppchen und wenn möglich alle Covermodels werden. Nein, im ernst jetzt. Farbe ist für mich wichtig und kann auch meine Stimmung beeinflussen. Im ganzen Haus habe ich per App gesteuerte Lampen verteilt, die zu jeder Stimmung die perfekte Farbstimmung zaubern können.

In diesem Sommer wird der Garten ausgestattet. Und ganz klar: Ich habe natürlich auch eine große Sammlung an Foto-Untergründen in vielen verschiedenen Farben, denn nicht jedes Geschirr und die dazugehörige Speise passt zu jedem Untergrund. Ich weiß natürlich immer zuerst, was ich zubereiten will, dann hab ich auch schon sofort das passende Geschirr im Kopf und dann fängt die Suche nach dem passenden Untergrund an. Und hier muss der Farbton einfach stimmen, denn sonst wird es das Foto nie zu einer Veröffentlichung schaffen.

Aber hier erst einmal das Rezept für den warmen marokkanischen Möhrensalat Der Salat ist wirklich schnell gemacht und steckt voller Aroma. Ich mache ihn immer mit etwas Knoblauchöl an, so dass ich mir den Arbeitsschritt mit dem Knoblauch sparen kann. Ich habe immer eine Flasche Olivenöl mit frischen Knoblauchzehen daheim.

Warmer Marokkanischer Möhrensalat

Portionen: 2 Portionen
Autor: Patrick Rosenthal

Zutaten

  • 4 Möhren
  • 4 Knoblauchzehen
  • 1 Stängel glatte Petersilie
  • Pfeffer
  • 1 TL Weißweinessig
  • 2 TL Olivenöl

Anleitungen

  • Möhren schälen, in Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser 15 Minuten kochen. Abtropfen lassen und in eine Schüssel geben.
  • Knoblauch schälen und fein hacken. Petersilie waschen, trocken schütteln und grob hacken.
  • Alle Zutaten vermengen, in einen Topf geben und kurz erwärmen.

Food & Farbe

So greifst Du nicht daneben:

Nutze die Farblehre als Inspiration. Der Farbkreis besteht aus den Primärfarben Rot, Blau und Gelb. Werden diese untereinander gemischt entstehen die Farben Lila, Grün und Orange. Rot und Blau wird zu Lila, Blau und Gelb zu Grün und „trommelwirbel“ Gelb und Rot wird zu Orange. Mehr brauchst Du eigentlich nicht. In dem Kreis erkennst Du auch genau, welche Farbe zueinander passt. Bei dem Farbkreis stehen sich die Komplementärfarben gegenüber.

Ich habe mich diesmal für blaue Kacheln und blaues Geschirr entschieden. Nach dem Farbkreis ist die gegenüberliegende Farbe orange. Und siehe da, das Orange im Hintergrund lässt das blau erstrahlen. Es wirkt harmonisch. Im direkten Vergleich siehst Du das Gericht auf einem Lavendelton, der das ganze Foto fad erscheinen lässt.

Du kannst natürlich die Komplementärfarbe auch weniger offensichtlich für ein Food-Foto nutzen. Schau Dir mal die orangefarbenen Karotten an. Die blau-weiße Schale unterstützt das Orange der Karotten, wirkt aber weniger plakativ.

Was ich aber auch schön finde, ist wenn sich ein Foto mit einer monochromatischen Farbgebung und damit auf eine Primärfarbe beschränkt – also ganz Ton in Ton bleibt. Mir gefällt das aber meistens, wenn es sich um Grautöne handelt. In diesem Fall finde ich die blau-weißen Kacheln und das blau-weiße Geschirr auf den blauen Untergrund ebenso sehr schön. Du kannst Dich aber auch an der analogen Farbgebung orientieren. Genauer gesagt, Farben kombinieren die im Farbkreis nebeneinander liegen. Bei meinem blauen Geschirr wären dies Lila- und Blautöne.

Ich experimentiere viel mit Farben rum und brauche auch immer eine farbige Wand im Haus, die gerne auch mal jedes Jahr einen neuen Farbton verpasst bekommt. Da sich meine Einrichtung auf Grau- und Brauntönen beschränkt ist ein „Farbklecks“ unbedingt notwendig.

Ich durfte die Alpina Farbrezepte-Farben ausprobieren und war ganz überrascht wie deckend diese sind und wie nah sie nach dem Trocknen der Originalfarbe kommen. Das ist nämlich nicht immer so. Ich war schon sehr oft sehr frustriert. Aber seht selbst:

Die Untergründe sind mit den jeweiligen Farben in der Beschreibung gestrichen. Und wer genau hinschaut sieht auch, dass ich das Set jedes Mal neu aufgebaut und keinen Photoshop-Trick angewandt habe. Die kompletten Farben der Alpina Farbrezepte findest Du HIER

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