Klassischer Karottenkuchen im Glas-der Beste

Auferstehung morgen, Dessert heute.

Es ist dieser merkwürdige Samstag zwischen Karfreitag und Ostern. Der Tag dazwischen. Der Tag, an dem offiziell gewartet wird. Selbst im christlichen Kalender passiert nicht viel, da wird der Grabesruhe Christi gedacht und auf die Auferstehung gewartet. Eine große Pause also. Spirituell betrachtet ein stiller Übergang. Gesellschaftlich betrachtet eher ein Faustkampf an der Supermarktkasse. Einkaufswagen rammen sich in die Hacken, irgendwo schreit ein Kind nach Schokohasen, und vor dem Kühlregal steht ein Mann, als müsse er dort eine moralische Grundsatzentscheidung für die gesamte Osterzukunft seiner Familie treffen.

Mitten in diesem zivilisatorischen Endspiel liefere ich nur noch ein Dessert. Mehr ist heute nicht drin. Einen saftigen Karottenkuchen im Glas mit Frischkäsefrosting. Ja, ich weiß. Kennt man. Hat man gesehen. Wurde schon ungefähr achttausendmal gepostet, fotografiert, gelöffelt und mit irgendeinem Satz über Frühling dekoriert. Karottenkuchen zu Ostern ist ungefähr so überraschend wie Schokohasen im Regal und familiäre Gereiztheit vor Feiertagen. Aber leider ist dieser eben auch einfach verdammt gut. Der Beste mit saftiger Geheimzutat.

Für alle also, die ihren Osterplan in den letzten 24 Stunden noch einmal umwerfen möchten, weil sie dem trockenen Blechkuchen der Schwiegermutter nicht trauen oder spontan beschlossen haben, dass man Familie besser mit Zucker sediert als mit Konversation: Dieser Karottenkuchen ist schnell gemacht.

Auferstehung morgen, Frischkäsefrosting heute.

Klassischer Karottenkuchen im Glas

Klassischer Karottenkuchen im Glas

Servings: 4 Portionen
Author: Patrick Rosenthal

Zutaten

Kuchen

  • 250 g Zucker
  • 275 g brauner Zucker
  • 170 g Butter geschmolzen und abgekühlt
  • 75 ml Kokosöl geschmolzen
  • 4 Eier zimmerwarm
  • 1 ¼ TL Vanilleextrakt
  • 2 ½ TL Zimt
  • ¼ TL gemahlene Nelken
  • ¼ TL Muskatnuss
  • 1 TL Natron
  • 2 TL Backpulver
  • ¾ TL Salz
  • 220 g Weizenmehl
  • 60 g Vollkorn-Weizenmehl
  • 300 g Karotten fein geraspelt
  • 225 g Ananas gut abgetropft und klein gewürfelt
  • 65 g Kokosraspeln
  • 85 g Pekannüsse grob gehackt

Frosting

  • 280 g Frischkäse
  • 225 g Butter weich
  • 540 g Puderzucker

Topping

  • 85 g Pekannüsse

Anleitungen

  • Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Butter, Kokosöl, beide Zuckersorten, Eier und Vanilleextrakt verrühren.
  • Zimt, Nelken, Muskat, Natron, Backpulver und Salz hinzugeben und verrühren.
  • Mehlsorten dazugeben und nur so lange rühren, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind. Nicht zu stark rühren, damit der Kuchen locker bleibt.
  • Karotten, Ananas, Kokosraspeln und die gehackten Pekannüsse vorsichtig unterheben.
  • Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 20 x 30 cm) geben und 25 Minuten backen.
  • Kuchen anschließend vollständig in der Form auskühlen lassen.
  • Für das Frosting die weiche Butter und den Frischkäse aufschlagen, bis eine glatte Masse entsteht.
  • Puderzucker dazugeben und 1 bis 2 Minuten weiterschlagen, bis das Frosting hell und luftig ist. Falls es zu weich ist, für 15 bis 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  • Pekannüsse für das Topping in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze etwa 3 bis 4 Minuten anrösten, dann grob hacken.
  • Aus dem Kuchen mit einem runden Ausstecher Teigkreise ausstechen. Für normale Gläser eignet sich ein Durchmesser von etwa 5 bis 7,5 cm. Fülle das Frosting in einen Spritzbeutel mit runder oder sternförmiger Tülle.
  • Gib zuerst einen kleinen Klecks Frosting auf den Boden jedes Glases, damit der erste Kuchenboden gut hält. Danach abwechselnd Kuchen und Frosting einschichten. Drücke jede Schicht leicht an, damit alles gut sitzt. Wiederhole das, bis das Glas fast voll ist, und schließe mit einer Schicht Frosting ab.
  • Bestreue die Oberfläche mit den gerösteten und gehackten Pekannüssen. Im Kühlschrank halten sich die Gläser bis zu 3 Tage frisch.
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