Der beste Karottenkuchen mit Frischkäse-Frosting

Kaum wird es März läuft der Ofen auf Hochtouren, als hätte der Hase persönlich zum Backen eingeladen.

Und natürlich reicht ein normaler Kuchen nicht. Nein. Es muss ein Karottenkuchen sein. Mit Frosting. Dick. Cremig. Süß genug, um jede letzte Spur von Gemüseethik unter sich zu begraben. Aber Hauptsache, irgendwo stecken ein paar geriebene Möhren drin, damit man sich beim zweiten Stück noch immer einreden kann, das Ganze hätte eine halbwegs vernünftige Grundlage.

Karottenkuchen ist sowieso die vielleicht erfolgreichste Täuschung der Frühlingsbäckerei. Er sieht nach Landhaus, Familienfest und gepflegter Zurückhaltung aus, ist aber in Wahrheit ein saftiges Zucker-Öl-Konstrukt mit Frischkäsehaube. Also im Grunde genau das, was man an Feiertagen braucht, wenn man nach dem dritten Schokohasen innerlich ohnehin schon aufgegeben hat.

Und trotzdem: gut ist er. Leider. Sehr sogar. Würzig, weich, saftig und mit diesem cremigen Frosting obendrauf so unangenehm überzeugend, dass man kurz vergisst, wie absurd es ist, Gemüse in Kuchen zu raspeln und das dann als Ostertradition zu verkaufen.

Aber gut. Die Osterzeit lebt eben von Symbolen. Eier, Hasen und Karotten. Und der stillen Hoffnung, dass man mit einem hübsch dekorierten Kuchen irgendwie kultivierter wirkt, als man sich beim Abschlecken des Frostings vom Messer tatsächlich benimmt.

Der beste Karottenkuchen mit Frischkäse-Frosting

Der beste Karottenkuchen mit Frischkäse-Frosting

Servings: 1 Springform 24 cm
Author: Patrick Rosenthal

Zutaten

Teig

  • 300 g Weizenmehl
  • 2,5 TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 2 TL Zimt
  • ½ TL Ingwer
  • ¼ TL Muskat
  • ½ TL Salz
  • 220 ml Pflanzenöl
  • 5 Eier
  • 320 g brauner Zucker
  • 120 g Zucker
  • 150 g Apfelmus ungesüßt
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 350 g Karotten gerieben

Frosting

  • 250 g Frischkäse Doppelrahmstufe, Zimmertemperatur
  • 120 g Butter weich
  • 250 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt

Topping

  • Pekannüsse oder Walnüsse gehackt

Anleitungen

  • Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
  • Zwei runde Backformen mit 24 cm Durchmesser einfetten und die Böden mit Backpapier auslegen. (optional in einer Form ca. 55 Minuten backen und Kuchen später halbieren)
  • Mehl, Backpulver, Natron, Zimt, Ingwer, Muskat und Salz in einer großen Schüssel gründlich vermengen.
  • In einer Schüssel Öl, Eier, braunen Zucker, Zucker, Apfelmus und Vanilleextrakt glatt verrühren. Die geriebenen Karotten hinzufügen und gut unterrühren.
  • Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und mit einem Schneebesen oder Teigspatel nur so lange verrühren, bis alles gerade eben vermischt ist. Nicht zu lange rühren, sonst wird der Kuchen zäh.
  • Teig gleichmäßig auf beide Formen verteilen.
  • Böden etwa 30 bis 35 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht fest ist und ein Holzstäbchen sauber aus der Mitte herauskommt.
  • Kuchen aus dem Ofen nehmen und in den Formen 20 bis 25 Minuten abkühlen lassen. Danach vorsichtig aus den Formen lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
  • Für das Frosting den Frischkäse glatt aufschlagen. Butter dazugeben und etwa 1 Minute cremig rühren.
  • Puderzucker und Vanilleextrakt hinzufügen und alles zu einer glatten, cremigen Masse verrühren. Zwischendurch die Ränder der Schüssel mit einem Teigschaber nach unten schieben.
  • Einen Boden auf einn Teller setzen und ca. 150 g Frosting darauf verteilen.
  • Den zweiten Boden daraufsetzen und den restlichen Kuchen oben und an den Seiten mit dem übrigen Frosting bestreichen.
  • Nach Wunsch mit Pekannüssen oder anderen Toppings dekorieren.
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