Ok, ich habe jetzt keine Lust mehr zum gefühlt tausendsten Male den Text mit „Erfrischung gefällig….?“ oder „Bei der Hitze esse ich….!“  zu beginnen. Ja, es ist richtig warm und ich könnte mich immer noch ohrfeigen, dass ich mein Büro unter dem Dach eingerichtet habe. Aber dennoch möchte ich etwas essen. Wie dieses erfrischende (da ist es wieder) Melonen-Himbeer Dessert. Und danach geht es sicherlich ins Freibad. Nicht! Niemals!

Ich und Freibad ist so etwas ähnlich dummes,  wie sein Fotostudio unter dem Dach einzurichten. Nämlich eine ziemlich doofe Idee. Mein Arzt hat gesagt, ich müsste mich mehr bewegen und schwimmen wäre für mich perfekt. Meine Nachbarn haben gesagt, dass ich direkt um 8 Uhr ins Freibad gehen sollte, da wäre es schön leer und die paar alten Leute, die dort ihre Übungen machen, stören nicht. Mein Freund hat gesagt, dass das eine tolle Idee ist und wir dass dann jetzt öfter machen könnten. Hat er gedacht.

Da stand ich dann um 8 Uhr mit meiner Sporttasche vor der Türe des Freibades. Nicht alleine. Vor mir standen ca. 50 Rentner und Rentnerinnen mit Sporttasche und Kühlbox, die darauf warteten, dass der Pförtner seine Tore öffnet (ok, das war extra dramatisch geschrieben). Und hätte ich nicht schon so manchen Schlussverkauf miterlebt, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr lebend aus der Menschenschlange rausgekommen.  Während die Rentner/innen in Millisekunden ihren Jahresausweis vorzeigten (oder teilweise schon um den Hals hängen hatten) und in den Umkleidekabinen verschwanden, stand ich da mit meinem Kleingeld und musste meine 4 Euro herauskramen. Meine Geldbörse war natürlich ganz unten in der Sporttasche. Meine Mitmenschen hinter mir verzeihten es mir natürlich nicht, dass ich den täglichen Ablauf gestört habe. Ich hatte ein wenig Angst, dass sie mich zur  Strafe im großen Becken „duppen“ werden.

Es kam aber viel schlimmer. Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich nur mal kurz zum schwimmen wollte um ein paar Bahnen zu ziehen um dann wieder nach Hause zu gehen? Als ich es dann endlich schaffte den Boden der Umkleidekabine nicht mit meinen nackten Füßen zu berühren, mich umzuziehen um dann ins kühle Nass zu springen, war ich dem Glück sehr nahe. Dachte ich. Ringsherum waren mittlerweile fein säuberlich Decken ausgebreitet, Schirme gespannt und Stühle aufgestellte. Das „klacken“ der Kühlboxen hörte sich an wie das Zirpen einer ganzen Mannschaft von Grillen, die gerade  „Die Zauberflöte“ einstudieren. Ich wollte nach Hause. In diesen Moment.

Das „klacken“ der Kühlboxen verstummte ganz kurz, als ich mich meines T-Shirts erledigte und alle auf meine Tattoos starrten. (Ich weiß, dass sie nicht sprachlos von der Ansicht meines Körpers waren. Sie waren zwar alle alt, aber nicht blind).

Und so ging ich ganz unauffällig ins Wasser um endlich einfach nur ein paar Bahnen zu schwimmen. Einige folgten mir. Nicht um mit mir gemeinsame Sache zu machen, sondern um mich einfach kurzerhand von Links zu überholen und mir einen schrumpeligen Fuß ins Gesicht zu räkeln. Ich weiß nicht ob ich es mir eingebildet habe oder nicht, aber ich hatte das Gefühl, dass einige der Schwimmer und Schwimmerinnen ein gekochtes Ei und eine Frikadelle in der Hand hatten, als sie ihre Bahnen schwammen.

Also, für mich ist das nix.

Selbstgemachte Melonen-Himbeer Grütze mit Zitronensahne

Portionen: 4 Portionen
Autor: Patrick Rosenthal

Zutaten

  • 1 Melone 600 g (Charentais- oder Galiamelone)
  • 250 g Himbeeren
  • 100 g Zucker
  • 20 0 ml Weißwein
  • 25 g Speisestärke
  • 1 Zitrone
  • 200 ml Sahne
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Anleitungen

  • Melone vierteln, Kerne entfernen, schälen und in Würfel schneiden
  • Melonenwürfel zusammen mit den Himbeeren, Zucker und Weißwein in einem Topf aufkochen lassen und dann 5 Minuten köcheln lassen
  • Speisestärke mit 5 EL kaltem Wasser glatt verrühren
  • Speisestärke unter die Obstmasse rühren und unter Rühren nochmals aufkochen lassen
  • Grütze auf 4 Gläser aufteilen und abkühlen lassen
  • Vor dem Servieren die Zitrone heiß abwaschen und die Schale fein reiben
  • Sahne mit Vanillezucker halbsteif schlagen und die Zitronenschale unterheben
  • Sahne auf die Gläser aufteilen und servieren
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